Kampfradler des Monats Januar 2013

Der Preis „Kampfradler des Monats“ für Januar 2013 geht nach Lörrach.

Der Preisträger zeichnet sich durch persönliche Frustbewältigung im Straßenverkehr und auf dem Gehweg aus, wo er Schwangere attackiert, verbal angreift und um sich tritt, um dann natürlich mittels Fahrerflucht die Option der Anonymität auszuwählen. Auch wenn dass autofahrerische Niveau und die Aufmerksamkeit der durchschnittlichen Mutter im Abholungsstress, sich irgendwo auf Höhe des Marianengrabens bewegt, so ist ein stadtbekannter Kampfradler der Letzte, der auf einem Gehweg irgendwas zu melden geschweige denn gewaltsam aufzuklären hat.

Die Anmerkung, dass der Kampfradler laut Polizei schon öfters in Erscheinung trat, lässt zumindest darauf schließen, dass die Flucht letztlich nicht erfolgreich war, und die Konsequenzen für den Protagonisten sich nicht auf den velophilen rechtsfreien Raum beschränken.

Die Jury fragt sich, warum man in solchen Fällen nicht mal über ein 4-wöchiges Radfahr-Verbot nachdenken kann – aber dazu muss ein Pedalritter ja mehrfach absolut fahruntüchtig (also mit >= 1,6 Promille) auffallen, leider.

Quelle (Badische Zeitung):
http://www.badische-zeitung.de/loerrach/radfahrer-rastet-aus-und-attackiert-schwangere-frau

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Hart aber fair – mit ganz kurzer Thematisierung der Kampfradler.

Video

http://www.ardmediathek.de/das-erste/hart-aber-fair/21-00-uhr-blitzer-steuern-city-maut-freie-fahrt-nur?documentId=13046868

Kleiner Einspieler in Boulevard Manier ab Min 51:30.

Kleines Outing mit Gehwegradeln als Selbstverständlichkeit bei Min 53:00.

Kampfradler des Monats Dezember 2012

Der Preis „Kampfradler des Monats“ für den Dezember geht nach Celle

Der Preisträger repräsentiert durch das hohe Niveau an Opportunismus und perfider Dreistigkeit nahezu perfekt die sich immer weiter ausbreitende Kampfradler-Kultur – sozusagen die „Ich-AG auf 2 Rädern“.


Ein Jurymitglied: „Dass solch ein Fahrzeuglenker in der winterlichen Dunkelheit von Celle ohne Licht unterwegs ist, überrascht wenig – die Dreistigkeit, nach dem Umfahren zweier entgegenkommender Schülerinnen auf dem Radweg auch noch Schadensersatz für seine Luftpumpe zu verlangen, hebt asoziales Verhalten allerdings auf ein ungesehenes Niveau“. Vielleicht glaubte der Protagonist auch an den Weltuntergang am 21.12. – sein Verhalten passt zumindest dazu. Leider ist nicht überliefert, ob der Radweg in Celle auch für beide Richtungen freigegeben war und ob der Täter inzwischen ermittelt wurde – die genaue Beschreibung und das auffällige Fahrrad lassen jedoch hoffen

Zwar hat sich auch ein Berliner Urtyp-Kampfradler mit seinem Fixie für diesen Monats-Award aufgedrängt, musste aber bei der Jury (wie auch bei seinem ungebremsten Unfall) den Kürzeren ziehen.

Originalartikel:
http://celleheute.de/dreister-fahrradfahrer-verletzt-schulerinnen-zeugen-gesucht/