Ein Herz für Fahrradnazis …

Wer die Psyche von Antiscoial-Cyclist-Disorder Betroffenen also Kampfradlern Fahrradnazis besser verstehen will, darf diesen Blogeintrag von „kiezneurotiker“ aus Berlin nicht auslassen.

Vorsicht: Anhaltendes unbewusstes Kopfnicken beim Lesen ist nicht zu vermeiden.

http://kiezneurotiker.blogspot.de/2013/08/ein-herz-fur-fahrradnazis.html

Und da Theorie und Praxis selten so nah zusammenliegen, gleich der passende Fall aus Köln dazu – sachdienliche Hinweise bitte an die zuständigen Polizeidienststellen.

Verkehrsrowdie baut Unfall, zeigt „Hitlergruss“ und flüchtet.

Kampfradler des Monats März 2013

Der Preis „Kampfradler des Monats“ für den Monat März geht nach Heilbronn

Die Umstellung von der heimeligen Wohnungstür zum rasantem Fahrzeugverkehr ging in Heilbronn besonders schnell – für das Unfallopfer leider zu schnell. Die letzte Stufe der Treppe war noch sicher, der erste Schritt auf dem Gehweg war dann schon einer zuviel. Der augenscheinlich erwachsene gehwegradelnde Kampfradler erfasste die Frau und diese verletzte sich an Kopf und Bein. Zwar erkundigte sich der Radfahrer noch nach dem Befinden, aber der Fluchtinstinkt übertraf das Gefühl von Verantwortung (und theoretisch von Schuld) ganz schnell, als der Rettungsdienst eintraf.

Ein Jurymitglied: „Ein Klassiker unter den Kampfradler-Gewohnheiten, der zum Saisonbeginn exemplarisch einen würdigen Preisträger darstellt. Man fragt sich, warum der Radler nicht auswich und nicht abbremste wenn er schon sieht, dass da jemand die Treppe runterkommt. Die wohl nicht ganz erstgemeinte Schweizer Idee der Nummernleibchen hat eben doch einen gewissen Charme, da zumindest die juristische Aufarbeitung leichter fallen würde und – und das ist eigentlich der Hauptaspekt – auch zu einem gewissenhafteren Verhalten führen würde. Wer für nichts verantwortlich ist, den kümmern negative Ergebnisse für andere auch nicht und verhält sich entsprechend“.

Quelle/Originalbericht der Heilbronner Stimme:
http://www.stimme.de/polizei/heilbronn/Fussgaengerin-von-Radfahrer-angefahren;art1491,2763745

Kleiner Schwenk zu Schweizer Nummern-Leibchen:
www.openpr.de/news/708874/Sichtbare-Nummern-Leibchen-fuer-alle-Fahrradfahrer-ab-1-April-2013.html

Das Wort zum Ostermontag… Ja, es stimmt…Wir und unsere Sponsoren !

Ja, es ist wahr….wir sind von der Auto-, Lkw-, Motorrad-, Bus-, Traktoren- und Laubbläser-Industrie gesponsort und entsinnen in dunklen Kammern direkt neben einer Motorenfabrik mit eigenem Atomreaktor und Riesenparkhaus wirre Strategien, wie wir die enormen Sponsoren-Millionen möglichst sinnvoll in Personal, Plakat-Kampagnen, Internetserver, robustere Gehstöcke und vollautomatische Kampfradlerwarngeräte investieren können.

Zu nennen sind da APRILla, BMW, Citroen, Dodge, EvoBus, Ferrari, Goggo-Roller, Honda, Isuzu, Jaguar, Kawasaki, Lada, Mercedes-Benz, Nissan, Opel, Porsche, Quattro, Renault, Saab, Toyota, Ural, Volkswagen, Wartburg, Xiali, Yamaha, Zündapp….und viele mehr…*)

Aprilscherze lehnen wir natürlich genauso ab, wie Gehwegradler und sonstige verbissenen kampforientierte Personen, die ein Fahrrad benutzen…Nach einigem gelesenen Unsinn in der letzten Zeit, müssen wir heute aber mal eine Ausnahme machen, bevor wir noch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen.

Frohe Ostern, und schöne schneefreie April-Tage !
Gehts Sport machen, dann gibts mehr Sinn für die Realitäten des Lebens !

Die Kampfradler Watcher

*)
PS1: Achtung, dies ist ein satirischer Beitrag, der logischerweise keine Markenrechte verletzen kann.  Die vollständige Liste mit allen Marken und Herstellern ist unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Motorradherstellern
und http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Automobilmarken einzusehen.

Radfahrer sind das größte Problem für alle, die zu Fuß in Berlin unterwegs sind.

Der Tagesspiegel berichtete über eine Studie aus Berlin, die aufzeigt, wo die wahren Opfer der Kampfradler sind  – auf dem Gehweg, in Fussgängerzonen, in Grünanlagen usw..  Nun, endlich findet man mal eine Studie, die nicht ADFC-geschwängert den stereotypischen heissgeliebten Auto-vs-Fahrrad-Krieg anheizt.

Warum sich allerdings auch so viele (32%) verunsichert fühlen, wenn sie „neben Radwegen“ herlaufen, erschliesst sich uns nicht auf Anhieb. Entweder wurde die Befragung mit den vorgefertigten Antworten lasch ausgeführt, so dass eben auch Grünanlagen oder gemeinsame Geh/Radwege bei den Antwortenden inkludiert sind, oder es liegt einfach an der Kombination aus Speed und kurzem Abstand oder daran, dass man weiss, dass es viele Geisterradler gibt und man potenziell jederzeit Opfer eines Ausweichmannövers zwischen Radlern werden kann…..man weiß es nicht.

Auf jeden Fall schießt die velophile Armada als Reaktion ganze Salven von defensiven Rechtfertigungen und Ausreden ab, um zu begründen, warum denn so oft auf Gehwegen geradelt wird – der Auto-Beissreflex darf da natürlich nicht ausbleiben. Letztlich gibt es 2 Ursachen: 1) Es ist manchmal schneller und bequemer 2) Man wird rechtlich eh nie dafür belangt. Frei nach, warum leckt sich ein Hund seine Hoden ?…weil er es kann.

Als Gegenmassnahme bleibt dem schwächsten aller Verkehrsopfer eigentlich nur die Aktion „Luft raus“ um die hektischen Gehweggäste ein wenig zu entschleunigen, oder eben das offizielle Juristenprogramm nach §127 StPO mit der vorläufigen Festnahme (Jedermannrecht).

http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-studie-in-berlin-fussgaenger-fuerchten-die-radfahrer/7976088.html

Kampfradler in Kampfmontur in Kaiserslautern gesucht !

Na also, in Kaiserslautern bekennt man sich auch modisch zum Kampfradeln. Sachdienliche Hinweise am besten direkt an die dortige Polizeidirektion.

http://www.nachrichten-kl.de/kaiserslautern/polizeiberichte/item/16618-radler-contra-fussgaenger

Frühlingserwachen – die Kampfradler sammeln sich zum Ausschwärmen

Wann kommt das nächste Presse-Geeiere zum Kampfradler Thema ?

Da die hoffentlich letzten Schneereste die großstädtischen Gebiete sehr bald verlassen sollten, darf man sich mal mehr, mal weniger auf den beginnenden Frühhling freuen. Schön, dass die Temperaturen steigen – widerlich, dass dann die weniger winterfesten Kampfradler wieder aus ihren Löchern kriechen.

Pressetechnisch ist es fast schon Tradition, dass die „Kampfradler“ Thematik oberflächlich durch die Gazetten getrieben wird, und sich die Kommentarseiten wieder füllen. Man darf dann die Kommentare der „reinen Autofahrerfraktion“ (die die Regeln für Radfahrer eher weniger kennen), und der Überzeugungsradler, die ohnehin gegen alles sind, stets nur Opfer sind, und denen deshalb ohnehin alles erlaubt sein soll, gepflegt ignorieren.

Den Stein ins Rollen bringt traditionsgemäss der aktuelle Verkehrsminister, indem er (seine PR-Berater) rund um die Osterzeit ein knackiges Statement in einer mittelgroßen Tageszeitung platziert (zuletzt aus Osnabrück und Saarbrücken), das dann innerhalb weniger Stunden sämtliche Print- und Onlinemedien aufgreifen, so daß der verbale Schneeball so richtig raumfüllend wird. Das wahrscheinlichste ADFC Statement darauf hin lautet eigentlich, es gebe überhaupt keine Kampfradler – für 2013 ist dies aber nicht zu erwarten, da die Existenz von Kampfradlern inzwischen auch von den velophilen selbsternannten Verkehrsexperten anerkannt wurde – immerhin ein Fortschritt (wenn auch mit reichlich zweifelhafter Lobhudelei im gleichen Absatz).

Ein weiterer Fortschritt hat sich auch durch die ab 1. April erhöhten Bussgelder ergeben. Wenn diese dann noch mit einer höheren Kontrolldichte und sinnvollen Kommunikations-Offensiven durch Ordnungshüter und Kommunen gepaart werden, könnte ein wenig Hoffnung auf besseres Klima und sicheres Gehen, Schlendern und gefahrloses Wege-bei-Grün queren in deutschen Städten aufkeimen. Dass bei den Bussgelden und Kontrollen auch falsch parkende Autofahrer mit berücksicht werden, ist nur richtig und konsequent. Schliesslich muss auch das Repertoire an Ausreden und Ablenkungsmannövern der militanten Drahtesel-Esel-Lobby reduziert werden. Die ersten Pressemeldungen einiger Polizeidirektionen deuten zumindest auf einen „Schwerpunkt Radfahrer“ schon zu Beginn der Saison hin – wenn man diese noch flexibel plant und vor allem an sonnigen Tagen für Sicherheit sorgt, hätte dies eventuell sogar einen länger anhaltenden Effekt.

Die 160-Euro-Frage ist nun, wann denn das ministerielle Statement auftaucht ? Kampfradler Watch glaubt je nach Witterung an einen Termin kurz vor Ostern, damit das Thema auch schön warm gehalten werden kann (evtl. 26./27. März) oder etwas später am 9./10. April. Evtl. war das mediale Echo 2012 aber auch zu groß und Dr. Ramsauer spart das Thema diesmal doch aus, auch um nicht mit dem BER-Desaster konfrontiert zu werden.

Man darf gespannt sein – ein mediales Einspringen durch Kay Nehm rund um die Anhörung im Bundestag (ca. 24. April) zum NRVP wäre nicht minder interessant.

Kampfradler des Monats Februar 2013

Der Preis „Kampfradler des Monats“ für Februar 2013 geht ins Berner Oberland

Passend zum leider etwas verschleppten Frühlingsbeginn, quasi als Vor-Warnung zur Fahrradsaison, repräsentiert der aktuelle Preisträger den Ur-Typ und das latente Vorbild so mancher Kampfradler, den Velokurier. Dass große Teile dieser Spezies nicht alle Latten am Zaun hat, zeigt die Szenerie, die sich im Berner Oberland abspielte. An einer (nach einer Gerölllawine mit Unfall) abgesperrten Straße am Thuner See, ignorierte der Protagonist sowohl die Absperrung selbst als auch die eingreifenden Offiziellen und Feuerwehrmänner.

Vollständig ohne Unrechtsbewusstsein, musste der ex-Velokurier mit recht aktueller Velokurier-Ausstattung, seine Wut ausleben, indem er sein Rad auf ein geparktes Auto warf, nach einer Prügelei wieder auf sein Rad stieg, ein weiteres Auto per Fußtritt beschädigte und dann natürlich ganz unmannhaft die Flucht ergriff.

Wir diagnostizieren (neben einem scheinbar tiefen Hass auf Autos und evtl. auf sich selbst), mustergültige „Antisocial Cyclist Disorder“, und hoffen dass die Prügelei bei den Feuerwehrmännern keine größeren Spuren hinterliess, und honorieren dies mit dem aktuellen Award. Herzlichen Glückwunsch.

Quelle/Originalbereicht: Berner Zeitung